Presseinformation

 

28.10.2016  -  Dresden / München

Die Digitalisierung des Mittelstands in Sachsen wächst schneller als im Bundesvergleich

Sachsen im Wirtschaftsindex DIGITAL bei 48 von 100 möglichen Indexpunkten / Mittelstand in Sachsen bis 2021 höher digitalisiert als im Bundesdurchschnitt / 18 Prozent der sächsischen Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft sind „hoch“ digitalisiert / Gesundheitswesen und Sonstiges Verarbeitendes Gewerbe heute und künftig, Maschinen- und Fahrzeugbau auch 2021 in Sachsen stärker digitalisiert als im Bundesdurchschnitt

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  Monitoring-Report Wirtschaft DIGITAL: Sachsen 2016 Charts zur Pressekonferenz

Laut Wirtschaftsindex DIGITAL 2016: Sachsen, den TNS Infratest und das Sächsische Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr als Auftraggeber im „Monitoring Report Wirtschaft DIGITAL 2016: Sachsen“ heute veröffentlicht haben, erreicht die gewerbliche Wirtschaft in Sachsen beim Digitalisierungsgrad seiner gewerblichen Wirtschaft 48 von 100 möglichen Indexpunkten.


Übergabe des Monitoring-Report Wirtschaft DIGITAL: Sachsen
Martin Dulig, Sächsischer Wirtschaftsminister und stellvertretender Ministerpräsident des Freistaats Sachsen; Dr. Sabine Graumann, Kantar TNS; Stefan Brangs, Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr.

„Auch wenn der Digitalisierungsgrad Sachsens heute noch sieben Indexpunkte unter dem Bundesdurchschnitt liegt, so sind die weiteren Aussichten sehr vielversprechend“, sagt Dr. Sabine Graumann, TNS Infratest, die die Gesamtverantwortung für die Studie trägt. Die Prognose der befragten Unternehmen sieht den Digitalisierungsgrad des sächsischen Mittelstands im Jahr 2021 bei 52 Punkten liegen. Das Digitalisierungstempo der sächsischen mittelständischen Betriebe ist höher als im Bund. Hier stagniert der Mittelstand bis 2021 bei 50 Punkten. Auch wird das Verarbeitende Gewerbe in Sachsen im Jahr 2021 mit 41 Punkten höher digitalisiert sein, als es der Teilbereich im Bundesdurchschnitt mit nur 38 Punkten sein wird.

Drei Digitalisierungsdimensionen – Große Unterschiede zwischen den Branchen
Der Wirtschaftsindex DIGITAL zeigt, dass sich die gewerbliche Wirtschaft hauptsächlich in drei Digitalisierungsdimensionen zwischen „hoch“, „durchschnittlich“ und „niedrig“ digitalisiert aufteilen lässt. 18 Prozent der sächsischen Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft sind „hoch“ digitalisiert (>= 70 Indexpunkte), 47 Prozent „durchschnittlich“ (40 bis 69 Punkte im Index) und 35 Prozent sind „niedrig“ (< 40 Punkte) digitalisiert. Betrachtet man die Kernbranchen der gewerblichen Wirtschaft innerhalb dieser Dimensionen werden große Unterschiede deutlich.

„Hoch“ digitalisiert: Die IKT-Branche ist und bleibt in Sachsen digitaler Vorreiter mit 72 Indexpunkten. Damit liegt sie deutlich über dem gesamten Wirtschaftsindex DIGITAL 2016: Sachsen von 48 Punkten.

Als „durchschnittlich“ digitalisiert zeigen sich die meisten der analysierten Kernbranchen der gewerblichen Wirtschaft. Mit deutlichem Abstand wird das Feld von den wissensintensiven Dienstleistern mit heute 66 Punkten im Index angeführt. Es folgen dicht gedrängt auf den weiteren Rangplätzen drei bis fünf Maschinen- und Fahrzeugbau (44 Punkte), die Verkehrs- und Logistikbranche (42 Punkte) sowie der Handel (41 Punkte). Der Digitalisierungsgrad des Handels liegt 14 Indexpunkte hinter dem Bundesdurchschnitt zurück. Bis zum Jahr 2021 werden Maschinen- und Fahrzeugbau 50 Punkte im Index erreichen und damit um fünf Indexpunkte den erwarteten Bundesdurchschnitt übertreffen.

„Niedrig“ digitalisiert sind das Gesundheitswesen (Bund: 36 Punkte) und das Sonstige verarbeitende Gewerbe mit jeweils 37 Punkten (Bund: 35 Punkte) im Index. Damit ist der Digitalisierungsgrad dieser beiden Branchen leicht besser als im Bundesdurchschnitt.

Woran hapert es?
Das größte Hemmnis für den Ausbau der Digitalisierung in der gewerblichen Wirtschaft Sachsens ist der hohe Investitionsbedarf (40 Prozent der Befragten). Mit 38 Prozent ist die Unterversorgung mit Breitband (38 Prozent aller Befragten) die zweitgrößte Hürde. Im Bundesvergleich ist es genau anders herum. Hier stehen die mangelnde Breitbandversorgung (40 Prozent) an erster Stelle und die hohen Kosten an zweiter Stelle (38 Prozent). 37 Prozent der sächsischen Unternehmen beklagen zudem den hohen Zeitaufwand, der für die Umsetzung der Digitalisierungsprojekte notwendig ist (Bund: 32 Prozent).

 

Studiensteckbrief: TNS Infratest führte April bis Juli 2016 eine repräsentative Befragung unter den sächsischen Unternehmen zum Stand und zu den künftigen Perspektiven der Digitalisierung in Sachsen durch. Es wurden 776 Interviews durchgeführt. Es kann ein direkter Vergleich zur Bundesstudie gezogen werden. TNS Infratest und ZEW, Mannheim haben im gleichen Zeitraum im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie 924 Interviews mit deutschen Unternehmen durchgeführt. Beide Befragungen sind für die gesamte gewerbliche Wirtschaft repräsentativ, das heißt für die folgenden elf Branchen: den Maschinenbau, den Fahrzeugbau, die chemisch-pharmazeutische Industrie, das sonstige verarbeitende Gewerbe, die Informations- und Kommunikationswirtschaft, die Energie- und Wasserversorgung, den Handel, den Bereich Verkehr und Logistik, die Finanz- und Versicherungswirtschaft sowie für die wissensintensiven Dienstleister und die Gesundheitswirtschaft. Der „Monitoring-Report Wirtschaft DIGITAL 2016: Sachsen“ kann unter www.tns-infratest.com/go/sachsen heruntergeladen werden.

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