Marktforschung FAQs

 

Hier geben wir Antworten auf einige häufiger vorkommende Fragen zu unseren Umfragen und Marktforschung allgemein

 

Wie werden die Personen ausgesucht?

Die Auswahl der Personen erfolgt auf verschiedenen Wegen und aus unterschiedlichen Quellen. Sie hängt im Wesentlichen davon ab, über welche Teilmenge der Bevölkerung Aussagen gemacht werden sollen und mittels welcher Befragungsmethode befragt werden soll. Ebenso haben Auftraggeber und Thema einer Befragung Einfluss auf die Auswahl des Auswahlverfahrens. Für alle verschiedenen Arten der Auswahlmöglichkeiten gilt: Wer immer von uns angesprochen wird, wie auch immer, kann versichert sein, dass die Teilnahme an der Befragung freiwillig ist, einem bei Nichtteilnahme keinerlei Nachteile drohen und das der Datenschutz jederzeit gewährleistet ist. Ergebnisse werden lediglich anonym ausgewertet. Wir freuen uns gerade wegen der Freiwilligkeit der Teilnahme über jeden Teilnehmenden, denn Markt- und Meinungsforschung beantwortet viele Fragen in Politik und Gesellschaft, gibt Hinweise wie Produkte und Dienstleistungen verbessert werden können, sammelt Wünsche und Bedürfnisse. So können Entwicklungen und Verbesserungen unseres Alltags unterstützt werden.

 

Woher kommen die Telefonnummern für telefonische Befragungen?

In Deutschland gibt es weder ein allgemein zugängliches Verzeichnis aller Privathaushalte oder Personen noch ein vollständiges Verzeichnis aller privat genutzten Telefonanschlüsse. Der ADM Arbeitskreis deutscher Markt- und Sozialforschungsinstitute e.V. füllt diese Lücke, indem er Mitgliedern einen Auswahlrahmen zur Verfügung stellt, der es erlaubt, repräsentative Stichproben der Bevölkerung in Privathaushalten – soweit diese telefonisch erreichbar ist - zu erstellen. Der Auswahlrahmen, das sogenannte ADM-Telefonstichproben-System, basiert auf den im Internet veröffentlichten Eckdaten des Nummernraums, den die Bundesnetzagentur den Telefonanbietern zur Verfügung stellt und verwaltet. Dieser Nummernraum umfasst prinzipiell alle in der Bundesrepublik Deutschland nutzbaren Telefonnummern.

 

Was ist der Unterschied zwischen Markt- und Meinungsforschung und Telefonmarketing?

Marktforscher versuchen mit ihren Umfragen verallgemeinerbare Erkenntnisse zu wirtschaftlichen und (gesellschafts)politischen Themen zu gewinnen. Die Antworten der einzelnen Befragten werden später zu Gesamtaussagen zusammengefasst. Die Zuordnung der Antworten zu einzelnen Personen ist für die Forscher nicht von Interesse. Die Anonymität der Befragten ist wesentliche Voraussetzung für erfolgreiche Forschungsarbeit – aus rechtlicher Sicht, aber auch weil Menschen nur aus dieser Sicherheit heraus bereit sind, ihre wahren Meinungen mitzuteilen.

Direktvermarkter wollen hingegen etwas verkaufen. Dazu gebrauchen sie häufig Umfragen als Einstieg in das Verkaufsgespräch.

Quelle: http://www.deutsche-marktforscher.de/index.php/aufgaben-der-markt-und-sozialforschung/unterschiede-zum-verkauf

 

Warum darf mich Kantar TNS unaufgefordert anrufen?

Kantar TNS ist auf dem Gebiet der anonymen Markt- und Meinungsforschung tätig und nicht auf dem Gebiet der Werbung. Das BDSG enthält – seit der Novellierung vom 1. September 2009 – in § 30a eine ausdrückliche gesetzliche Erlaubnisnorm i. S. d. § 4 Abs. 1 BDSG für die anonyme Markt- und Meinungsforschung. Die Erhebung, Verarbeitung und Nutzung personenbezogener Daten zum Zwecke der Markt- und Meinungsforschung ist demnach bereits ohne vorhergehende Einwilligung zulässig (vgl. z. B. Simitis, BDSG, 7. Aufl., 2011, § 30a, Rdnr. 17).

Unberührt davon bleibt selbstverständlich nach §§ 30a Abs. 5 i. V. m. 28 Abs. 4 BDSG das Recht, der Nutzung Ihrer personenbezogenen Daten zu widersprechen.

 

Warum stehen Ergebnisse von Online-Votings häufig im Widerspruch zu repräsentativen Befragungen von Wahl- und Meinungs­forschungs­instituten?

Online-Votings sind grundsätzlich nicht repräsentativ, egal wie viele Personen sich daran beteiligen. Telefonumfragen, wie wir sie beispielsweise für den ARD-DeutschlandTrend durchführen, gelten hingegen bei gemeinhin tausend Befragten als repräsentativ. Das entscheidende hierbei ist die Methodik. Meinungsforschungs­institute wählen die 1000 angerufenen Teilnehmer so aus, dass alle Bevölkerungsgruppen, Alt und Jung, Arm und Reich, Nord und Süd, Mann und Frau, entsprechend ihrem Anteil an der Bevölkerung angerufen und in die Umfrage einbezogen werden. Ein Zufallsgenerator nutzt dafür alle in Deutschland theoretisch möglichen Telefon­nummern­kombinationen. Natürlich sorgt der Zufall auch hier für Abweichungen von ein bis zwei Prozentpunkten, aber wenn man davon absieht, sind Ergebnisse dieser Umfragen – professionell gewichtet – repräsentativ und geben das Stimmungsbild in der Bevölkerung wieder. Anders sieht dies bei Online-Votings aus. Schon der potenzielle Teilnehmerkreis ist von vornherein eingegrenzt. Wer selten bis nie das Internet nutzt, hat nur eine geringe bis keine Chance, sich am Voting zu beteiligen. Hinzu kommt, dass bestimmte Seiten, die Online-Votings durchführen, meist eine besondere Zielgruppe ansprechen. So besuchen vor allem politisch interessierte und informierte Menschen politische Nachrichtenseiten im Internet und beteiligen sich an ihren Online-Votings. Diese stellen somit ein verzerrtes Bild der Wirklichkeit dar. Hinzu kommt, dass es sich bei Online-Votings um ein selbst-selektives Verfahren handelt, bei dem die Personen selbst entscheiden, ob sie teilnehmen oder nicht. Es besteht keine Kontrolle darüber, wer teilnimmt und wie häufig jemand partizipiert. Somit sind Online-Votings nicht repräsentativ und können nur als Stimmungsbarometer für den kleinen Ausschnitt der besonders am Thema Interessierten betrachtet werden.

 

Was passiert mit meinen Daten?

Ihre Antworten zu den Fragen werden vom Interviewer meist direkt elektronisch erfasst. Der Fragenteil wird durchgesehen und von der Adresse getrennt. Daten und Adresse erhalten eine Code-Nummer. Wer danach Ihre Antworten sieht, weiß also nicht, von wem sie gegeben wurden. Die Adresse verbleibt bei Kantar TNS, jedoch nur bis zum Abschluss der Gesamtuntersuchung. Sie dient – wenn das im Interview so vereinbart wurde - dazu, Sie gegebenenfalls später mit der Bitte um ein neues Interview noch einmal anzurufen, aufzusuchen, oder anzuschreiben.

Ihre Interviewdaten werden in Zahlen umgesetzt und ohne Ihren Namen und ohne Ihre Adresse / Telefonnummer auf einen Datenträger gebracht. Bei computergestützten Interviews, bei denen Ihre Antworten direkt am Bildschirm eingegeben werden, geschieht das bereits während des Interviews.

Anschließend werden die Interviewdaten (ohne Namen und Adresse) ausgewertet und aufbereitet.

Kantar Deutschland ist Mitglied im Arbeitskreis Deutscher Markt- und Sozialforschungsinstitute (ADM) und arbeitet nach den Vorschriften des Bundesdatenschutzgesetzes (BDSG) sowie allen anderen datenschutzrechtlichen Bestimmungen.

Weitere Informationen finden Sie hier: Erklärung zum Datenschutz bei der praktischen Durchführung von Markt- und Sozialforschungsuntersuchungen.

 

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Informationen

Links zu weiteren Informationen zum Thema Marktforschung

Grundlegende Informationen des ADM zum Thema Marktforschung